Brasilien bereitet die Einführung der digitalen ID vor.

Brasilien bereitet sich auf die Einführung seines nationalen digitalen Identitätsdienstes vor, da die Regierung eine Agenda zur Dateninteroperabilität vorlegt, die darauf abzielt, Themen wie Leistungsbetrug zu bekämpfen.

Nach Angaben der für das Programm National Civil Identification (ICN) zuständigen Stelle, dem Superior Electoral Tribunal (TSE), werden derzeit brasilianische Staaten bewertet, um ihre Bereitschaft für das digitale ID-System zu ermitteln.

Zu den technischen Anforderungen für die erstmalige Einführung des National Identification Document (DNI) im November gehören die Anzahl der bereits in der nationalen biometrischen Datenbank in diesem Bundesstaat registrierten Bürger sowie die Anzahl der Standorte, die für die Durchführung der Validierungen innerhalb der mobilen App zur Zentralisierung der Bürgerdaten zur Verfügung stehen.

Rund 100 Millionen Brasilianer von einer Gesamtbevölkerung von über 210 Millionen Menschen ließen ihre biometrischen Daten bisher vom TSE erfassen. Das Hauptziel bestand nach Angaben der Behörde zunächst darin, den Wahlbetrug zu reduzieren.

Zusätzlich zu den Abstimmungskarteninformationen startet das brasilianische Digital ID Repository mit Sozialversicherungsdaten. Laut TSE könnten die Daten aus dem ICN-Programm vom National Institute of Social Security (INSS) verwendet werden, um Leistungsbetrug zu reduzieren.

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In die zukünftige Roadmap des Projekts werden weitere Dokumente wie Führerscheine, Geburts- und Heiratsurkunden sowie Daten zur Registrierung im Gesundheitswesen und schließlich Personalausweise aufgenommen, die jeder brasilianische Bürger bereits besitzt.

Die erste Idee für DNI entstand 1997, als die Zusammenführung der staatlichen Registrierungssysteme zu einem zukünftigen einheitlichen ID-Register beschlossen wurde.

Im Jahr 2008 begann TSE mit der schrittweisen Neuregistrierung der Wähler unter Verwendung biometrischer Daten. Das DNI-Projekt wurde 2017 genehmigt und die Tests fanden 2018 statt, wobei das TSE-Personal im Februar die digitale ID testete und Parlamentarier und Beamte der Zentralregierung im Mai an der Studie teilnahmen.

Es wird erwartet, dass der digitale ID-Dienst Brasiliens im Jahr 2020 vollständig implementiert sein wird.